"LTE Ausbau kann nur ein erster Schritt sein".

Lange mussten die Bewohner der Innenstadt auf einen Internetanschluss mit akzeptabler Bandbreite warten. So mancher surft heute noch über ISDN im Netz.

Nun endlich wird mit der Einführung von LTE eine DSL-Alternative mit hoher Bandbreite geschaffen. War für viele Wohnungssuchende die Innenstadt wegen ihrer schlechten Internetversorgung nicht in Betracht gekommen, können sich Vermieter über die Attraktivitätssteigerung freuen. Auch mobile Datendienste lassen sich dann mit den passenden Geräten im Stadtzentrum viel besser nutzen.

Für Unternehmen die auf das Internet angewiesen sind, sieht die Situation anders aus. Die Anforderungen an Verfügbarkeiten, feste Bandbreiten, IP-Adressen und Signallaufzeiten sind bei einer wirtschaftlichen Nutzung ganz andere. Alle Funktechnologien, weisen hier gegenüber einem Kabelnetzanschluss Nachteile auf. So kann man mit einem LTE-Anschluss zwar prima im Internet surfen, aber keinen Webserver oder Emailserver betreiben. Auch teilen sich alle Nutzer das Funkmedium, mit der Konsequenz von Bandbreiten- und Mengenbeschränkungen.

Um eine wirtschaftliche Entwicklung der Innenstadt zu erreichen, führt kein Weg an einem Ausbau des Kupfer- oder noch besser Glasfaserkabelnetzes für die Breitbandversorgung vorbei. Firmen benötigen einen schnellen und sicheren Anschluss und das zu wettbewerbsfähigen Preisen. Auch wenn LTE nun kommt, reichen die Möglichkeiten nicht aus.

Heiko Kammler
Vorsitzender des Vorstandes
Allgemeiner Unternehmerverband Görlitz und Umgebung e.V.

Hier geht es zum Artikel von Ralph Schermann, Sächsische Zeitung, 16.02.2013

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